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Der Aargau: Einzigartiges Wasserschloss und prominenter Energiestandort der Schweiz.

novatlantis ist die Nachhaltigkeitsplattform des ETH-Bereichs. Sie hat zum Ziel, die neusten Erkenntnisse und Resultate aus dem Forschungsbereich für die nachhaltige Entwicklung von Ballungsräumen umzusetzen. Bisher gibt es mit den Städten Basel, Zürich und Genf drei Pilot-/Partnerregionen. Die Zukunftsregion Novatlantis Argovia hat sich zum Ziel gesetzt, eine nachhaltige Entwicklung in eher ländlichen Gemeinden und kleineren Städten im Kanton Aargau umzusetzen und beispielhaft aufzuzeigen, wie der Weg in Richtung 2000W-Gesellschaft konkret aussehen könnte. Vertreter und Vertreterinnen des ETH-Bereichs, des Kantons Aargau, verschiedener Aargauer Städte und Gemeinden sowie der kantonalen und städtischen Energieversorgung erarbeiten gemeinsam die entsprechenden Umsetzungskonzepte. Die Zukunftsregion Novatlantis Argovia ist ein Praxislabor für Nachhaltigkeit mit dem Fokus auf Themen in den Bereichen Energie, Mobilität, Gebäude sowie Raum + Ressourcen. Neue Erkenntnisse und Technologien sollen aus dem Forschungsbereich rasch in die Umsetzung und Anwendung gelangen, wobei auf die strukturell bedingten Anforderungen und Möglichkeiten ein besonderes Augenmerk zu richten ist. Die Information, Kommunikation und der Austausch der Erfahrungen der Kommunen und Städte im Kanton ist eine wichtige Voraussetzung, damit die funktionierenden Konzepte rasch in die Breite wachsen können. Die Zukunftsregion Novatlantis Argovia will bestehende Aktivitäten und Projekte einbinden und ergänzen, Resultate sichtbar und für weitere Anwender und Anwenderinnen zugänglich machen. Ein Monitoring der wichtigsten Kenngrössen erlaubt die Erfolgskontrolle und zeigt die Potenziale auf. Das Projekt startet in 2013 mit einigen Pilotgemeinden und wird in den Folgejahren auf weitere Gemeinden des Kantons ausgeweitet. Die Teilnahme ist freiwillig. Im Rahmen der Potenzialanalyse mit den teilnehmenden Gemeinden werden mögliche Pilotprojekte erarbeitet, welche individuell oder auch gemeinsam mit anderen Gemeinden umgesetzt werden können.

Das Kernziel der Potentialanalyse ist die Identifikation und Definition von drei lokalen Pilotprojekten und drei übergeordnete Projekten (von denen mehrere oder alle teilnehmenden Gemeinden teilnehmen können). Die Teilnahme an diesen zu bestimmenden Projekten erfolgt über Anreize zur Teilnahme an einem Projekt mit klarem Mehrwert. Im Sinne eines novatlantis-Projekts soll dabei Know-How aus Wissenschaft und Praxis schlank und effizient miteinander verknüpft werden (wobei der jeweilige Schwerpunkt/Mix projektspezifisch festgelegt wird). Die Potenzialanalyse und die daraus abgeleiteten Projekte sind als Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu verstehen. Dieser Begriff kann sehr weit gefasst werden (siehe z.B. dritter Nachhaltigkeitsbericht des Kantons Aargau). Im Sinne einer thematischen Eingrenzung wird der Fokus auf die Themen Energie (Energiekonzept, Aufbau Erneuerbare Energie inkl. Wind/Biomasse, Umsetzung Energieeffizienz), Mobilität (Verkehrskonzepte, Fahrzeuge, Treibstoffe), Gebäude (Neubau, Sanierungen) gelegt. Weitere grundlegende Aspekte (Nachhaltigkeitsziele generell, Siedlungsplanung) werden sowohl in den Interviews wie in der Datenaufbereitung mit-berücksichtigt. Dies dient in erster Linie dazu den Kontext der jeweiligen Gemeinde besser zu verstehen. In den Fokus-Bereichen Energie, Mobilität und Gebäude werden Planung, Technologieentwicklung, Verhaltensänderungen, organisatorische Entwicklungen und Kombinationen davon erfragt und in der Analyse berücksichtigt. Innerhalb dieser Themen werden sowohl ökonomische, ökologische als auch soziale Kriterien und Aspekte ausgewogen einbezogen; d.h. die Analyse und die Projekte sollen –innerhalb der thematischen Grenzen– einen klaren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Gemeinden und des Kantons Aargau leisten.

weitere Berichte

Isabel Ballmer, Oliver Thees, Renato Lemm, Vanessa Burg, Matthias Erni gehen im Rahmen eines Projektes der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) «Erneuerbare Energien Aargau» den konkreten Umsetzungsmöglichkeiten der Energiestrategie 2050 des Bundes – Reduktion Energieverbrauch und Erhöhung erneuerbarer Anteil – am Beispiel eines Kantons nach.

Erneuerbare Energien Aargau (Oktober 2015)

Die Gemeinden der Zukunftsregion novatlantis Argovia. Hellblau sind die Gemeinden der ersten Stunde, hellgrün die später beigetretenen Gemeinden dargestellt.


Trägerschaft

Kanton Aargau, IBAarau, AEW, Regionalwerke Baden, Paul Scherrer Institut, novatlantis

Leitung

Dr. Hans-Kaspar Scherrer, IBAarau
E-Mail: info@ibaarau.ch
Website: Zukunftsregion novatlantis Argovia

Steuergruppe

Dr. Werner Leuthard (Kanton Aargau)
Carlo Degelo (Kanton Aargau)
Laura Pfund (Stadt Aarau)
Dr. Hans-Kaspar Scherrer (IBAarau)
Dr. Hubert Zimmermann (AEW)
Christoph Umbricht (Regionalwerke Baden)
Wolfgang Reisner (Stetten)
Dr. Anna Roschewitz (novatlantis)

Projektgruppe

Andreas Rothen (IBAarau)
E-Mail: andreas.rothen@ibaarau.ch

Dr. Stephan Lienin (sustainserv)
E-Mail: stephan.lienin@sustainserv.com

Regina Flury von Arx (novatlantis)
E-Mail: regina.flury@novatlantis.ch