Pilotregion_Basel

Luftaufnahme von Basel

Vor über zehn Jahren entwickelte der ETH-Bereich mit der «2000-Watt-Gesellschaft» ein visionäres Modell einer nachhaltigen Energiezukunft. Er suchte Pilotregionen, die bereit waren, neueste Forschungsergebnisse in die Praxis umzusetzen. Umgekehrt sollten diese Regionen auch konkrete Fragen in die Forschungsanstalten tragen. Basel-Stadt ging diese Zusammenarbeit ein. Daraus entstand dank einem Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung ein «Praxislabor der Nachhaltigkeitsforschung» mit verschiedenen Pilot- und Demonstrationsprojekten in den Bereichen Bauen, Mobilität und Raumentwicklung.

Der Grosse Rat genehmigte zwischen 2003 und 2012 verschiedene Kredite im Umfang von 3.9 Mio. CHF, um «Leuchtturmprojekte» zu initiieren und zu fördern. Dank diesen Mitteln entstanden im Kanton verschiedenste Pilot- und Demonstrationsprojekte (P+D-Projekte).

Für die Jahre 2013 bis 2016 hat der Grosse Rat einen weiteren Kredit, dieses Mal im Umfang 2.6 Mio. CHF, bewilligt. Damit kann das in den vergangenen Jahren aufgebaute und breit abgestützte Netzwerk zwischen Forschungsinstituten, Unternehmen und Verwaltung weiterhin aktiv sein.

Das federführende Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU) hat zusammen mit den Forschungsanstalten und in Absprache mit dem Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) und den Industriellen Werken Basel (IWB) Themen identifiziert, die in der Pilotregion weiterentwickelt werden sollen. Als P+D-Projekte leisten sie einen Beitrag zum Transfer der Forschung und Entwicklung in die Praxis und einen wertvollen Beitrag zur 2000-Watt-Gesellschaft. Elf konkrete Projekte in den Bereichen Bauen, Fahrzeuge und erneuerbare Energien sollen bis 2016 aufzeigen, wie Basel den Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft weiter gehen kann.

10 Jahre Pilotregion Basel

Die Broschüre «2000-Watt-Gesellschaft». 10 Jahre Pilotregion Basel. Diese Projekte machen Basel zur Pilotregion“ zeigt auf, wie in Basel aus der Vision der 2000-Watt-Gesellschaft Wirklichkeit werden kann. Und ermutigt zu den Ideen und Projekten von morgen.

Projekte Pilotregion Basel 2013-2016

Häuser energetisch erneuern mit vorfabrizierten Fassadenmodulen

Über 90 Prozent der Häuser in Basel stammen aus der Zeit vor 1980 und entsprechen nicht dem heutigen Energiestandard. Diese Häuser energetisch zu erneuern, wäre im Sinne eines Meilensteins auf dem Weg in die 2000-Watt-Gesellschaft ausgesprochen sinnvoll. Eine Möglichkeit, die Umsetzung zu erleichtern, ist der Einsatz vorgefertigter Fassadenmodule, in die Komfortlüftung, Fenster und Isolation bereits eingearbeitet sind. Für dieses Projekt werden geeignete Gebäude…

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Energetische Erneuerung mit Hochleistungsdämmputz

Oft ist es nicht möglich, eine bestehende Fassade mit 25 Zentimeter Dämmung einzupacken, sei es, weil sie denkmalgeschützt ist oder weil die architektonischen Strukturen des Gebäudes dies nicht zulassen. Der eigens für solche Anwendungen von der EMPA entwickelte Aerogel-Dämmputz erreicht mit wenigen Zentimetern Dicke eine erstaunliche Dämmleistung. Für dieses Projekt werden insbesondere Gebäude gesucht, bei…

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Dach und Fassade nutzen, um Strom zu produzieren

Nicht nur Dächer, auch die grossen Flächen an Hochhäusern lassen sich für die Gewinnung von Solarstrom nutzen. Dafür wurden farbige Solarmodule entwickelt, die als gestalterisches Element in die Architektur eingebunden werden können. So entsteht ein mehrfacher Nutzen: Energietechnik stützt Ästhetik - und umgekehrt. Für dieses Projekt werden geeignete Gebäude gesucht, deren Fassaden sich durch eine…

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Das Gebäude optimiert das Stromnetz

Immer mehr Solarstromanlagen speisen Strom dezentral ins Netz ein – und stellen die Stromnetze vor eine Herausforderung. Wo und wann fliesst wie viel Strom? Wie lässt sich der Ausgleich regeln? Eine Studie soll aufzeigen, wie ein Smartmeter zum Einsatz kommt, um Überschüsse und Nachfrage anzuzeigen, und wie die Gebäudeinfrastruktur in den Lastenausgleich einbezogen werden kann.

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Lokale Speicherung von Strom

Wie speichern wir Solarstrom nah am Gewinnungsort so, dass wir ihn dann brauchen können, wenn die Sonne nicht scheint? Mit Solarstrom hergestelltes Methan eignet sich theoretisch gut zur Stromspeicherung. Eine Pilotanlage soll die Möglichkeiten in der Praxis aufzeigen.

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Das Quartier als Energiedrehscheibe

Auf dem Dach Strom produzieren, diesen Strom zum Beispiel in der Batterie des Elektroautos speichern und die gesamten Stromflüsse gezielt steuern – das ist die Vision einer Energiedrehscheibe im Wohnquartier. Mit einer Simulation soll aufgezeigt werden, wie in Basel eine solche Energiedrehscheibe funktionieren könnte.

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Wasserstoff statt Benzin

Deutschland realisiert zurzeit ein flächendeckendes Netz von Wasserstofftankstellen. Basel könnte mit der Installation einer eigenen Infrastruktur einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines Wasserstofftankstellenkorridors Richtung Süden leisten. Eine Pilottankstelle, in der mit Sonnenenergie dezentral hergestellter Wasserstoff getankt werden kann, soll mit dem Pilotbetrieb von Kleinflotten getestet werden.

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Hybrid: Wasserstoff und Erdgas

Wird Erdgas Wasserstoff beigemischt, erhöht sich der Wirkungsgrad im Verbrennungsverfahren und der CO2-Ausstoss wird gesenkt. Eine Machbarkeitsstudie soll zeigen, in welchem Umfang sich die Verbrennung von Erdgas optimieren lässt. Der Versuch soll in die Pilot-Wasserstofftankstelle integriert werden.

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Erdgashybrid Mittelklasse- und Nutzfahrzeuge

Wird ein Erdgashybrid-Antrieb mit Biogas oder erneuerbaren Energien betrieben, stellt er eine besonders saubere und effiziente Mobilitätslösung dar, die für einen grösseren Markt interessant werden könnte. Im Rahmen eines Testbetriebs für Nutzfahrzeuge und Mittelklassewagen soll ein Business Case erstellt werden.

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Elektromobilität

Schnellladestationen sind wichtige Infrastrukturelemente der Elektromobilität. Je mehr Ladestationen und je schneller die Ladezeit, umso grösser die Reichweite der Elektro-Fahrzeuge und je grösser die Leistungsfähigkeit der Elektromobilität. Der Bedarf und das Potenzial von Schnellladestationen soll modelliert werden. Gleichzeitig soll im Kontext einer Elektro-Kleinbuslinie in Riehen eine Schnellladestation im Alltagseinsatz getestet werden.

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Umwelttaxis in der Region Basel

Erd- und Biogas betriebene Taxis haben ein besonderes Potential, diese alternativen Fahrzeugtechnologien in der Öffentlichkeit bekannt und erfahrbar zu machen.

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Clean Engine Vehicle in der Region Basel

Als Teil der Pilotregion Basel zielt das Projekt «Erlebnisraum Mobilität» darauf ab, Innovationen für nachhaltigere Mobilität in der Gesellschaft bekannt und direkt erlebbar zu machen.

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Unterstützung privater und öffentlicher Flotten

In Zusammenarbeit mit den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft und «novatlantis – Nachhaltigkeit im ETH-Bereich» hat die Handelskammer beider Basel (HKBB) eine Wegleitung herausgegeben, die in kurzer, übersichtlicher Form kleinen und mittleren Unternehmungen die Vorteile einer umweltfreundlichen und kostengünstigen Fahrzeugflotte aufzeigt.

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Pilotregion Basel: Projektübersicht

Erlebnisraum Mobilität Demonstrationsprojekte mit neuartigen Antriebskonzepten und Fahrzeug-Prototypen, Informations- und Medienanlässe, Akzeptanz- und sozioökonomische Forschung. Flotten- und Taxibetreiber machen umweltschonende Antriebstechnologien wie Erdgasfahrzeuge für die Bevölkerung bekannt und erfahrbar. near Zero Emission Vehicle (nZEV) Clean Engine Vehicle Projekt Emissionsvergleich verschiedener Antriebsarten Unterstützung privater und öffentlicher Flottenbetreiber Umwelttaxis in der Region Basel Gasbusse: Vergleichsstudien zu neuen…

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